QRV auf dem AMSAT QO – 100

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Beschreibung

Antennen / Parabol ausrichten

Der Öffnungswinkel eines Parabols wird mit steigendem Durchmesser immer kleiner und da muß man sich schon etwas Zeit für die korrekte Ausrichtung nehmen.  Hat ein Parabol z.B. 85 cm Durchmesser, so ist sein -3 dB Öffnungswinkel nur noch 2,1°!! Wer auf 10 GHz QRV ist, kennt die Problematik aus eigener Praxis.

Zum Glück bleibt der QO – 100 an der bekannten Position und der Parabol muß nur einmal optimal ausgerichtet werden. Die Ausrichtung wird durch frei erhältliche Programme sehr vereinfacht, beispielsweise ist ” Dishpointer ” zu nennen, hier gibt man den Wohnort, die Straße ein und kann das eigene Haus von oben ansehen.  Das Programm zeigt sogar Hindernisse in Richtung Satelliten an. Position des QO – 100 ist 25,9° Ost, Elevation für z.B. Köln 29°.

Bei der Ausrichtung des Parabols und des LNB in der Halterung ist sehr sorgfältig zu arbeiten. Das Signal des QO – 100 ist im Vergleich zu ASTRA ungewohnt schwach. Am LNB – Ausgang lassen sich mit einem 85 cm Parabol kaum mehr als 16 – 18 dB Rauschabstand messen und daher, weiter oben mein Ratschlag,  mit Geduld und ruhiger Hand an die Ausrichtung zu gehen. Mit Hektik und mache ich mit links, wird das nicht klappen.

Empfangsmöglichkeiten

Die einfachste Lösung zum Beginn der Aktivitäten ist eines der Web – SDR, die zwar nicht so komfortabel sind, aber alle wichtigen Funktionen bieten und kostenlos sind. Ein schon etwas aufwändiger Weg geht mit einem unstabilisierten LNB und der Software – Lösung SDR – Konsole. Besonders komfortabel ist die Umsetzung des LNB – Signales auf ein Amateurfunkband nach Wahl, wofür ich 432, 144, 50 und 28 MHz anbiete. Es geht nur ein  Band aus dieser Auflistung, da im LNB Down – Converter, im Gegensatz zu Mitbewerbern, Bandpassfilter verwendet werden. Der LNB ist dann aber nur in einer frequenzstabilisierten Ausführung geeignet.

Uplink auf 2,4 GHz

Der Selbstbau beschränkt sich meist nur auf die Zusammenschaltung geprüfter Baugruppen, wie sie in meinem Programm angeboten werden. Die Verbindung der  Baugruppen untereinander erfolgt über kurze SMA – Kabel, die es preiswert bei unterschiedlichen Händlern im Web zu kaufen gibt. Es ist grundsätzlich der falsche Weg, einen Leistungsverstärker zu erwerben, der bis in die Sättungsleistung ausgesteuert werden muß. Eine PA in der Sättigung erzeugt ein unschönes Signal, was jedem Nutzer eines SDR sofort auffällt und das Sendesignal galt früher immer als Visitenkarte des Funkamateurs.

Für die Inbetriebnahme von Funktechnik geht es nicht ohne eine minimale Ausrüstung an Meßtechnik, die eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Voltmeter und Wattmeter zumindest bis 430 MHz denn es sollte schon überprüft werden können, welche Steuerleistung aus dem TX auf 144 oder 432 MHz kommt, wenn auf minimale Leistung eingestellt wurde. Und auch ein ganz billiges Wattmeter zeigt schon an, ob da nun 1 Watt oder 5 Watt rauskommen. Ein Frequenz- zähler bis 2,4 GHz ist auch eine gute Investition und die Händler aus China bieten viele Geräte sehr preiswert an. Ein Wattmeter mit LCD und passendem Dämpfungsglied kosten beim chinesischen Händler deutlich unter 100 € und schon kann man > 20 W recht genau messen. Häufig lassen sich auf den Flohmärkten oder in  der CQ-DL Geräte aus Stationsauflösungen finden, die sogar von HP oder Rohde sein können und trotzdem sehr preiswert sind.

Wer als Interessent keine eigenen Meßgeräte besitzt und auch kein Freund damit aushelfen kann, sollte keinen Selbstbau planen, denn ein zufriedenes Ergebnis wäre kaum zu erwarten und die schon gekauften Baugruppen ziemlich nutzlos. Für diese Gruppe kommt nur der Kauf einer Ausrüstung für Plug und Play in Frage.

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